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Bibel, Visionen...

"Verlass dich nie auf Visionen oder Träume, auf plötzliche Eingebungen oder auf irgendwelche andere starke Impulse. Denke daran: Nicht durch solche Dinge sollst du den Willen Gottes in einer bestimmten Situation erfahren, sondern indem du schlicht und einfach die Aussagen der Heiligen Schrift auf deine Lage beziehst. Dabei stehen dir Erfahrung und Verstand zur Verfügung, und der Geist Gottes wird dich unterstützen."

John Wesley (1703 - 1791)

Wenn der Käse Fäden bis Reutlingen zieht

Mitte November 2017 kam eine Delegation Studierender unter der fürsorglichen Leitung von Prof. Ulrike Schuler auf einen Gemeindebesuch in die Stadt Zürich zur Gemeinde ins Rotlichtmilieu. Das schien die Studierenden zu interessieren: Statt der üblichen 3 meldeten sich deren 10 an. Eine bunte Mischung: Deutschland, Amerika, Afrika, 22 war die Jüngste, 58 der Älteste. Weil Verwandte ortsansässig waren und die Kirche gross ist, und weil sich das Hotel in der Milieustrasse tatsächlich als normales Hotel herausgestellt hat, hat die Übernachtung auch einer so grossen Gruppe gut funktioniert.

 

Wenn ich an das Wochenende zurückdenke, fallen mir drei Dinge ein: Wir haben viel gegessen, es war kalt, und wir haben viel gelacht. Angefangen beim Mittagessen am Samstag, das von zwei Gästen unserer Gassenarbeit ganz im Stil der Spaghettiküche vorbereitet wurde, die es nun schon mehr als 25 Jahre gibt. Es ist immer wieder eindrücklich, wie viele versteckte Gaben Menschen haben, denen man es auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde.

 

Es folgte eine historisch- anekdotische Stadtführung zum Thema Reformation, die in Zürich ja auch gefeiert wird, obschon sie hier erst 1519 begann. Ich steuerte die Anekdoten bei, Ulrike Schuler die Historie. Leider wurden wir daran gehindert, das nähere Umfeld der Gemeinde – das Rotlichtmilieu – genauer anzuschauen, denn gerade zur selben Zeit fand dort eine unbewilligte Demonstration gegen die kapitalistische Aufwertung von günstigem Wohnraum statt. Das hätte uns nicht geschreckt, aber das grosse Polizeiaufgebot mit Gummischrot und Wasserwerfern liess uns dann doch vernünftig bleiben. Ein kurzer Vortrag über die Arbeit der Gemeinde in diesem Milieu mit Wort und Bild hat es dann auch getan.

 

Und dann das obligate Fondue, wieder von Gassenküchengästen meisterhaft vorbereitet, und dazu, weil wir ja eine liberale Gemeinde sind und die Gäste aus Deutschland kamen, ein Glas Weisswein für die, denen es mundete. Und wenn man so gemütlich um das Chässchüsseli herumsitzt, wird einem bewusst, wie wichtig und bereichernd es immer wieder ist, sich mit Menschen jenseits des eigenen Caquelots zu treffen, auszutauschen, ihnen zuzuhören. Im Grunde genommen sind wir in unseren Bedürfnissen und Hoffnungen alle gleich, dazu kommt lediglich etwas regionale Würze. Das zu sehen und zu teilen ist ein grosser Schritt in Richtung sinnvoller und gerechter Globalisierung. Vielleicht sollten die WEF-Teilnehmer auch mehr Fondue essen, Bakterienphobie hin oder her.

 

Den Ausklang des Abends gestaltete die Jungmannschaft der Gemeinde, und sie führte die Studierenden in eine Bierschenke, eine der wenigen verbliebenen Chnelene der Stadt. Anhand der Rechnung, die ich im nachhinein bekam, darf ich annehmen, dass der Abend fröhlich und sicher nicht trocken geendet hat. Wir Älteren haben uns derweil zum gesitteten Gespräch bei einer Tasse Tee gefunden.

 

Am Sonntag fand der Gemeindegottesdienst statt, den wir zusammen gestaltet haben. Es war nicht ganz einfach, ein Dutzend Akteure und –innen sinnvoll einzusetzen, ohne dabei die Ruhe der Feier zu opfern. Aber es ist recht gut gelungen. Wesentlich dazu beigetragen hat die Predigt von Ulrike Schuler zur Geschichte Abrahams bei den Terebinthen Mamres, als er unverhofft von drei Männern (oder war es doch nur einer?) Besuch erhielt. Zu diesem Text hatte ich früher im Jahr bereits gepredigt, aber das hat nicht gestört: Ulrike Schuler hat ihrem Wort ein eindrückliches Bild von Sieger-Köger zugrunde gelegt, und so wurde diese Predigt zu einer ganz anderen als der bereits gehörten. Das Wort Gottes ist eben nicht einfach, es ist immer mehrfach.

 

Und dann assen wir wieder. Und schossen (erneut) ein paar Fotos, verabschiedeten uns intensiv und machten uns auf den Heimweg. Hat es sich gelohnt? Auf jeden Fall: Begegnungen mit jungen Studierenden (es waren nota bene alles Erstsemestrige) sind immer interessant, und wer noch nie in Zürich war, hat eine schöne Stadt gesehen. Mir persönlich hat es Hoffnung gemacht für die Zukunft der Kirche, so viele verschiedene, motivierte und engagierte Pastorinnen und Pastoren in Ausbildung kennenzulernen. Ich hoffe, unser Besuch kann dasselbe über unsere Gemeinde sagen.

 

Zürich, November 2017, Christoph Schluep-Meier, Pfarrer EMK Zürich 4

Begegnungswochenende in der Region Zimmerberg

Am Samstag 16. Januar und Sonntag 17. Januar 2016 besuchte eine Gruppe Studierender der THR unter Leitung von Prof. Dr. Ulrike Schuler die Region Zimmerberg. Am Samstagnachmittag reisten 16 Persone zu verschiedenen Stationen der Geschichte der EMK in der Region. Bei einem Raclette konnte dann die Begegnung vertieftw erden und am Abend folgte eine Podiumsdiskussion zum Theologiestudium. Den abschliessenden Gottesdienst am Sonntag gestalteten die BesucherInnen aus Reutlingen gemeinsam und reisten dann voler Eindrücke zurück nach Deutschland.

 

Hier gibt es den ausführlichen Bericht (pdf) von Stefan Weller, der die Begegnung organisiert hatte.  

Begegnung mit Dozierenden und Studierenden in Aarau

Am Samstag 22. November 2014 und Sonntag 23. November 2014 war eine Gruppe von Studierenden und Dozierenden für eine Begegnung in der EMK Aarau. Am Samstag gab es einen Talk über Studium, theologische und kirchliche Fragen und am Sonntag gestaltete Prof. Dr. Roland Gebauer (Rektor, Dozent für Neues Testament) mit den Studierenden den Gottesdienst.

United Methodist Church